Offizielle deutsche Seite zum Film
"An der Piazza Buonarotti in Mailand liegt heute noch Giuseppe Verdis ""schönstes Werk"", wie er selbst sagte. Es ist die ""Casa di riposa"", ein Altersheim, 1896 von ihm gegründet für Menschen, ""die weniger Glück hatten als ich"". Menschen, bei denen die große Karriere nie stattgefunden hat - und andere, Erfolgreichere, deren Traumgagen längst aufgebraucht sind. Heute leben sie alle vergessen in einem kleinen Zimmer mit einem Koffer voller Erinnerungen. Doch wer einmal von der Tosca geküsst wurde, lebt weiter für die Kunst, für das Scheinwerferlicht und die Selbstdarstellung.
Daniel Schmid über seinen Film: ""Ich verstehe mich selbst immer mehr als Grenzgänger auf der schwankenden Linie zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen Realität und Imagination. Seit ich mich erinnern kann, habe ich auf diesem schmalen Grenzpfade Sachen hinüber- und herübergeschmuggelt. Einen Film zu machen mit alten Opernstars, die längst vergessen in einem Palazzo in Mailand leben, kam meinem Interesse für dieses Grenzgebiet zwischen Fiktion und Dokumentation entgegen.""
Am 6. August dieses Jahres verstarb der Schweizer Film-, Fernseh- und Opernregisseur Daniel Schmid im Alter von 64 Jahren. Mit der Wiederaufführung von DER KUSS DER TOSCA, den viele für seinen schönsten Film halten, erinnert die Edition Salzgeber an den „Imagier“ (R. Jula) des europäische Kinos."
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