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Inspiriert von dem autobiographischen Roman „Zwei Leben“ von Guiseppe Pontiggia drehte der preisgekrönte Regisseur Gianni Amelio (Gestohlene Kinder, Lamerica) das einzigartige Portrait einer Vater-Sohn-Beziehung, die auf eine außergewöhnliche Probe gestellt wird: In einem Nachtzug nach Berlin begegnet Gianni (Kim Rossi Stuart) zum ersten Mal seinem bereits 15-jährigen Sohn Paolo (Andrea Rossi). Als die Mutter damals bei der Entbindung des Kindes unerwartet starb, fühlte sich Gianni der Situation nicht gewachsen und lief einfach davon. Aufgewachsen und betreut in der Familie von Giannis Bruder, muss der behinderte Paolo nun nach Berlin in eine Spezialabteilung der Charité zur Kontrolluntersuchung - und der für ihn unbekannte Vater soll ihn auf der Reise begleiten. Zusammengeworfen in eine für beide unerwartete Situation, müssen sie sich kennenlernen und Schritt für Schritt die gegenseitige Entfremdung überwinden.
Schon während der Zugfahrt erfährt Gianni, dass sein Sohn ein sehr eigenwilliger Jugendlicher ist, der sich aber in jeglichen Situationen gut zu helfen weiß. Paolo rebelliert mehrfach gegen die neue Vaterfigur und will zurück nach Hause. In Berlin angekommen, schließt Paolo im Krankenhaus schnell neue Freundschaften. Gianni lernt die ältere Nicole kennen, die sich intensiv um ihre ebenfalls behinderte Tochter Nadine kümmert. Dank der Begegnung mit Nicole, deren Stärke und Lebensfreude ihn faszinieren, beginnt Gianni, die Behinderung seines Sohnes mit anderen Augen zu sehen.
Nach und nach begreift Gianni, welchen Torturen Paolo bei den langwierigen Untersuchungen im Krankenhaus ausgesetzt ist. Er hält es nicht länger aus und „befreit“ seinen Sohn aus dem Untersuchungszimmer. Gemeinsam machen sie sich wieder auf den Weg – diesmal Richtung Norwegen, wo Paolo eine Brieffreundin hat.
| Original Soundtrack | ||||