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Thank you for smoking

Offizielle deutsche Seite zum Film

THANK YOU FOR SMOKING ist eine bitterböse Satire auf die heutige PR-Kultur und basiert auf Christopher Buckleys hochgelobten Roman aus dem Jahr 1994, der von Jason Reitman für die Leinwand adaptiert wurde.

Der Held des Films ist Nick Naylor (AARON ECKHART), oberster Pressesprecher von Big Tobacco, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, die Rechte der Raucher und Zigarettenhersteller in der heutigen neo-puritanischen Welt zu verteidigen.
Auf seinem Kreuzzug stellt er sich Gesundheitsfanatikern, die Tabak verbieten lassen wollen, und dem Senator (WILLIAM H. MACY), der Warnhinweise und Giftaufkleber auf den Zigarettenpackungen anbringen lassen möchte. Nick startet eine großangelegte PR-Offensive, spielt in Fernsehtalkshows das Gesundheitsrisiko, das Rauchen mit sich bringt, herunter und engagiert sogar einen einflussreichen Hollywood-Agenten, der dafür sorgen soll, dass das Rauchen auch in Filmen positiv promotet wird.
Sein neugewonnener schlechter Ruf bringt Nick ungeahnte Aufmerksamkeit ein. Nicht nur der Oberboss der Tabakindustrie (ROBERT DUVALL) beobachtet sein Handeln, Nicks Arbeit hat auch eine einflussreiche Journalistin (KATIE HOLMES) auf die Spur gelockt. Nick rechtfertigt seine Arbeit damit, dass er nun mal Geld verdienen muss, um seine Hypothek abzuzahlen, aber der prüfende Blick seiner Sohnes (CAMERON BRIGHT) und eine ziemlich reale Todesdrohung könnten ihn dazu zwingen, anders zu denken...

Sergej sagt:

"""It is an argument, not a negotiation"", heisst es einmal in diesem Film - es ist ein Wortgefecht, keine Verhandlung! Und das trifft es ziemlich genau. Wer also gerne mal den advocatus diaboli gibt, der ist in diesem Film bestens aufgehoben. Verbale Realitätsverdrehung bzw. Problemverfilzung auf einem für einen (Hollywood!-)Film ansprechenden Niveau. Gut, wahr ist natürlich auch, dass die Dialoge unter dem konstanten Bestreben nach Cleverness und schnittigen Formulierungen unübersehbar ins Formelhafte abgleiten. Das eigentliche Ziel wird aber zweifelsohne erreicht: der Film unterhält bestens. Und das trotz der offenischtlichen dramaturgischen Schwächen - Spannungsbogen Fehlanzeige. Es wird zwar zwanzig Minuten vor Schluß wird nochmal ein bisschen Dramatik entfacht, aber das ist nur ein Strohfeuer und ist letztlich auch nur als Schubstufenzündung für die abschließenden Tiraden zu sehen. Auf diese Weise wird natürlich das sonst gerne auftretende Dilemma überdrehter Komödien umgangen, die nach einer fulminanten ersten Hälfte plötzlich in eine klassische Geschichte, zumeist ein - uninspiriertes - Beziehungsdrama, münden und daran kläglichst zugrunde gehen (zahllose Beispiele wie ""Das lange Elend""/""The Tall Guy"" mit Jeff Goldblum und Emma Thompson und letztlich auch Steve Martins ""L.A. Story"" belegen das; was für eine Verschwendung). Ansonsten: Die exzellenten Schauspieler machen ihren Job solide und ohne großes Trara. Übermäßig viel zu tun haben sie auch nicht, da alle Nebenfiguren eher pointiert und eindimensional angelegt sind. Alleiniger Hauptdarsteller Aaron Eckhart darf denn auch als einziger durchaus mehrere Register ziehen, um seine hochgradig fragwürdige Figur erstaunlich menschlich und sympathisch wirken zu lassen. Was vielleicht ohnehin das Gemeinste an diesem Film ist: Die Personifizierung des systemimmanenten Bösen in dieser Welt wird hier zu einem letztlich sympathischen Helden der Moderne. Und bevor ich es noch vergesse - es gibt auch ein nettes Wiedersehen mit z.B. Rob Lowe (seit den frühen Ruhmestagen ja vorwiegend selbstironisch unterwegs) und Sam Elliott (unser Cowboy vom Dienst, vergleiche The Big Lebowski; hier perfekt gecastet als ""The Original Marlboro Man"")."

Original SoundtrackDas Buch zum Film

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