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"Regisseur und Autor Jens Schanze stellt diese Frage seiner Mutter. In einem höchst intimen und persönlichen Rahmen dokumentiert er in seinem Film die Suche nach der verdrängten Vergangenheit und nach dem wahren Bild des Großvaters. Tochter und Enkel werden mit aufwühlenden Fragen konfrontiert.
Sechzig Jahre nach dem Krieg kommt eine hoch emotionale Auseinandersetzung zwischen den Generationen in Gang.
Winterkinder – Die schweigende Generation: eine Spurensuche des Enkels nach der Vergangenheit des Großvaters, nach der Herkunft seiner Mutter und schlussendlich nach der eigenen Identität…
Die Verstrickungen des Großvaters in den Nationalsozialismus wurden innerhalb der Familie jahrzehntelang verheimlicht und verschwiegen. Doch die Entscheidung der Mutter, die kritische Beschäftigung mit der Person ihres Vaters zuzulassen, bringt unverhofft Bewegung in scheinbar festgefahrene Familienstrukturen.
Für alle Beteiligten beginnt eine aufwühlende und höchst emotionale Reise, an deren Ende die Hoffnung auf Erlösung für die gesamte Familie steht.
""Winterkinder – Die schweigende Generation"" erzählt ein Stück deutsche Gegenwart, indem der Film die Suche des Regisseurs, seiner Eltern und seiner Geschwister nach dem wahren Bild des Großvaters verfolgt und die dabei entstehende Auseinandersetzung zwischen der Kinder- und der Enkelgeneration dokumentiert. Mit großer Intensität widmet der Film sich der Frage, was die Erfahrungen der NS-Zeit sowie das Schweigen darüber mit dem Lebensgefühl der Kinder- und Enkelgeneration zu tun haben.
Der Kniefall Brandts in Warschau, die friedliche Überwindung der Teilung, die vielerorts entstandenen oder entstehenden Gedenkstätten und Mahnmale – es wird allgemein anerkannt, dass Deutschland sich angemessen mit seiner jüngsten Geschichte auseinandersetzt.
Dennoch glaubt fast die Hälfte aller Deutschen, dass ihre eigenen Angehörigen dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber standen. Das ergab eine Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2002. Wodurch entsteht diese Diskrepanz zwischen dem öffentlichen und dem privaten Erinnern?
Der 1971 in Bonn geborene Regisseur und Autor Jens Schanze erhielt 2002 den Adolf-Grimme-Preis für den Dokumentarfilm „Otzenrather Sprung“. Sein Film „Winterkinder – Die schweigende Generation“ feierte seine Uraufführung beim Dokumentarfilmfest München, wo er begeistert aufgenommen wurde und zu bewegenden und intensiven Diskussionen anregte.
Die Filmbewertungsstelle zeichnete den Film mit dem Prädikat „Besonders Wertvoll“ aus. Auf dem Festival de Films de Montréal wurde der Film mit einer „Special Jury Mention“ ausgezeichnet
WINTERKINDER wurde beim 8. One World International Human Rights Film Festival mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet. Das Festival, das vom 2.-9. März 2006 in Prag stattfand, steht unter der Schirmherrschaft von Václav Havel."
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